Wie soffico und CSP die Produktion ganzheitlich vernetzen
Wenn Daten sprechen lernen
Die Digitalisierung der Industrie ist längst Realität. Maschinen liefern kontinuierlich Daten, ERP-Systeme steuern Aufträge und Qualitätsprozesse werden digital dokumentiert. Trotzdem fehlt in vielen Unternehmen noch etwas Entscheidendes: ein durchgängiger Zusammenhang zwischen diesen Daten.
Genau hier setzt die Partnerschaft zwischen soffico GmbH und CSP Intelligence GmbH an. Ziel der Zusammenarbeit ist es, Produktionsdaten über System- und Ebenengrenzen hinweg zusammenzuführen – vom Sensor auf dem Shopfloor bis zur ERP-Ebene.
So entsteht eine durchgängige Datenbasis, die Transparenz schafft und Unternehmen eine verlässliche Grundlage für Analysen und zukünftige KI-Anwendungen bietet.
Daten sind vorhanden – aber oft nicht verbunden
Produktionsumgebungen sind meist über viele Jahre gewachsen. Unterschiedliche Systeme, proprietäre Schnittstellen und verschiedene Kommunikationsprotokolle prägen die IT- und OT-Landschaft.
Die Folgen sind häufig:
- isolierte Dateninseln
- manuelle Abstimmungen zwischen Systemen
- verzögerte Entscheidungen
- eingeschränkte Transparenz über Qualität und Prozesse
Die Herausforderung liegt daher weniger in der Datenerfassung, sondern darin, diese Daten sinnvoll miteinander zu verbinden und nutzbar zu machen.
„Die Zukunft der Produktion entscheidet sich an der Qualität und Verfügbarkeit ihrer Daten. Durch Integration, strukturierte Datenhaltung und revisionssichere Archivierung schaffen Unternehmen nicht nur Compliance und Traceability – sie legen auch die Grundlage für KI-gestützte Produktionsoptimierung.“
Die technologische Basis: eine strukturierte Integrationsschicht
Mit Orchestra stellt soffico die Integrationsplattform bereit, die Maschinen, Systeme und Anwendungen miteinander verbindet.
Mehr als 90 verfügbare Protokolladapter – darunter OPC UA, MQTT, Modbus, TCP/IP, SAP RFC/IDoc, RS232 oder Simatic S7 – ermöglichen die Anbindung moderner Anlagen ebenso wie bestehender Legacy- und Brownfield-Systeme.
Anstelle vieler individueller Punkt-zu-Punkt-Verbindungen entsteht so eine klar strukturierte Integrationsarchitektur. Daten werden zentral orchestriert, harmonisiert und den angebundenen Systemen konsistent zur Verfügung gestellt.
Durch die Low-Code-Oberfläche sowie flexible Deployment-Optionen – Edge, On-Premises oder Cloud – lässt sich die Plattform auch in komplexen Produktionslandschaften effizient betreiben und skalieren.
Vom Datenstrom zur Entscheidungsgrundlage
Auf dieser Integrationsbasis baut CSP auf und erweitert sie um Anwendungen für Qualitäts- und Prozessmanagement.
Maschinendaten werden automatisch in den jeweiligen Prozesskontext eingebettet. Abweichungen lassen sich frühzeitig erkennen, und Entscheidungen können auf aktuellen Produktionsdaten basieren.
Digitale Werkerführung unterstützt Mitarbeitende direkt am Arbeitsplatz und hilft, Prozessschritte nachvollziehbar und fehlerarm umzusetzen.
Mit CHRONOS ergänzt CSP die Lösung um eine revisionssichere Langzeitarchivierung nach OAIS-Standard. Produktions- und Geschäftsdaten bleiben dadurch langfristig verfügbar, nachvollziehbar und regulatorisch abgesichert.
So entsteht eine durchgängige Informationskette – von der Datenerfassung bis zur Archivierung.
Konkrete Mehrwerte im Produktionsalltag
Die gemeinsame Lösung zeigt ihren Nutzen besonders in praktischen Anwendungsszenarien:
Grundlage für zukünftige Industrie-4.0-Anwendungen
Die Zusammenarbeit von soffico und CSP geht bewusst über reine Systemintegration hinaus. Sie adressiert eine zentrale Herausforderung der industriellen Digitalisierung: die Fragmentierung von Daten über verschiedene Systeme hinweg.
Durch die Kombination aus Integrationsplattform und datenbasierten Anwendungen entsteht eine strukturierte Datenarchitektur, auf der sich weitere Lösungen aufbauen lassen – von Advanced Analytics bis hin zu Machine Learning.
„Industrieunternehmen brauchen heute eine klare Datenarchitektur statt wachsender Schnittstellenkomplexität. Gemeinsam schaffen soffico und CSP die Grundlage, um Produktionsdaten strukturiert zu integrieren, in verwertbare Informationen zu transformieren und langfristig revisionssicher verfügbar zu machen.“
Integration als strategischer Erfolgsfaktor
Digitale Produktion entfaltet ihren vollen Nutzen erst dann, wenn Daten nicht nur gesammelt, sondern auch strukturiert verknüpft und nutzbar gemacht werden.
Die Partnerschaft von soffico und CSP zeigt, wie sich aus isolierten Informationsquellen eine durchgängige Datenbasis entwickeln lässt – transparent, skalierbar und bereit für zukünftige Anwendungen.
Damit wird Integration nicht nur zu einer technischen Aufgabe, sondern zu einem wichtigen Baustein für eine langfristig wettbewerbsfähige Produktion.
Rica Holzmann
