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Eine zukunftsfähige Integrationsbasis für die Produktion 

Die Weidmüller Interface GmbH ist ein international tätiges Unternehmen im Bereich elektrische Verbindungstechnik und Automatisierung. Mit rund 6.000 Mitarbeitenden, davon etwa 2.000 am Hauptstandort in Detmold, und weltweiten Produktionsstandorten unter anderem in Europa, China und den USA zählt Weidmüller zu den etablierten Anbietern seiner Branche.

Der Maschinenpark umfasst überwiegend Metallstanzen, Spritzgussmaschinen und Montageautomaten. In diesem produktionsnahen Umfeld spielt die zuverlässige Kommunikation zwischen Maschinen, ShopfloorSystemen und übergeordneten IT-Systemen eine zentrale Rolle. Ziel des Projekts mit soffico war es daher, die bestehenden Kommunikationswege zu vereinheitlichen, gewachsene Strukturen zu konsolidieren und eine klare Trennung zwischen IT und OT zu schaffen.

Mit Orchestra sollte eine einheitliche Plattform entstehen, die zunächst die bestehende Funktionalität zuverlässig ersetzt und zugleich die Grundlage für weitere Automatisierungs- und Integrationsszenarien bildet. Perspektivisch soll dadurch auch der Automatisierungsgrad in der Produktion weiter erhöht werden.

Gewachsene Kommunikationslandschaften standardisieren 

Vor der Einführung von Orchestra erfolgte die Kommunikation zwischen Maschinen und übergeordneten Systemen in den Werken Detmold und Thüringen über diverse Kommunikationsserver pro Werk. Über die Jahre war dadurch eine heterogene Kommunikationslandschaft mit unterschiedlichen Komponenten, verteilten Serverstrukturen und verschiedenen Kommunikationswegen entstanden.

Eine durchgängige, einheitliche Integrationsarchitektur zwischen Shopfloor und IT-Systemen war zu diesem Zeitpunkt nicht vorhanden. Teilweise kommunizierten Maschinen auf dem Shopfloor direkt mit IT-Systemen. Dadurch war die konsequente Trennung von OT und IT nur eingeschränkt möglich. Gleichzeitig führten die unterschiedlichen Kommunikationskomponenten zu hoher Komplexität, erhöhtem Betriebs- und Wartungsaufwand sowie geringerer Standardisierung bei der Maschinenanbindung.

Änderungen und Erweiterungen waren nur mit zusätzlichem Integrationsaufwand umsetzbar. Für eine langfristig skalierbare Architektur benötigte Weidmüller daher eine zentrale Integrationsplattform, die bestehende Funktionalitäten übernimmt, Kommunikationswege harmonisiert und gleichzeitig Raum für künftige Ausbaustufen schafft.

Funktionsgleiche Ablösung und skalierbare Erweiterung

Im ersten Schritt stand die funktionsgleiche Ablösung der bestehenden Serverinfrastruktur durch Orchestra im Fokus. Die vorhandenen Kommunikationsfunktionen sollten stabil übernommen werden, ohne bestehende Produktionsprozesse zu beeinträchtigen.

Gleichzeitig sollte mit Orchestra eine einheitliche Integrationsbasis für die Maschinenanbindung geschaffen werden. Diese Plattform bildet die Grundlage für zusätzliche Funktionalitäten, automatisierte Maschinenrückmeldungen und die Anbindung weiterer Werke – auch solcher Standorte, die aktuell noch nicht an das MES angebunden sind.

Konkrete quantitative KPIs standen zu Projektbeginn noch nicht im Vordergrund. Entscheidend waren zunächst technische Stabilität, Funktionsgleichheit und eine robuste Basis für nachgelagerte Optimierungen. Messbare Verbesserungen werden insbesondere in späteren Ausbaustufen erwartet, zum Beispiel durch automatisierte Rückmeldungen aus den Maschinen und eine breitere Nutzung von Orchestra an weiteren Produktionsstandorten.

Orchestra ersetzt bestehende Kommunikationskomponenten

Mit Orchestra von soffico wurden die bisherigen Kommunikationsserver in dem betroffenen Umfeld ersetzt. Die Plattform übernimmt heute die Maschinenkommunikation in den Werken Detmold und Thüringen und schafft eine zentrale, standardisierte Integrationsschicht zwischen Shopfloor und übergeordneten Systemen.

Insgesamt wurden Systeme von rund 15 verschiedenen Herstellern integriert. Zusätzlich konnten auch Eigenbaumaschinen angebunden werden. Die Kommunikation mit den Maschinen erfolgt über OPC UA oder Modbus. Aktuell sind rund 330 Szenarien in der Orchestra-Umgebung abgebildet – jeweils bezogen auf einzelne Maschinen oder Messgeräte.

Damit konnte eine Architektur geschaffen werden, die bestehende Anforderungen zuverlässig erfüllt und gleichzeitig deutlich besser auf zukünftige Erweiterungen vorbereitet ist. Nach dem erfolgreichen Go-live wurden zudem erste Pilotanwendungen für automatisierte Maschinenrückmeldungen auf Basis von OPC UA Methodenaufrufen umgesetzt.

Von unterstützter Inbetriebnahme zum eigenständigen Rollout

Das Projekt startete aus der OT heraus in enger Zusammenarbeit mit dem Business. Im weiteren Verlauf wurde die Projektverantwortung organisatorisch neu ausgerichtet und die Umsetzung innerhalb der IT fortgeführt.

In den folgenden rund sechs Monaten wurde der Go-live für das Werk Detmold gemeinsam mit Consultants von soffico umgesetzt. soffico unterstützte Weidmüller dabei eng operativ, fachlich und technisch – von der Umsetzung der Orchestra-Anbindung über die Stabilisierung bis zur erfolgreichen Inbetriebnahme.

Auf dieser Grundlage konnte die Projektarbeit intern weiter aufgebaut und gefestigt werden. Der anschließende Rollout im Werk Thüringen wurde dann weitestgehend eigenständig umgesetzt und profitierte sichtbar von den Erfahrungen aus der ersten Umsetzungsphase: Rund 120 Maschinen konnten innerhalb von drei Tagen angeschlossen und im System verbunden werden.

120 Maschinen in 3 Tagen und eine zentrale Plattform für Integration und Automatisierung

Mit Orchestra verfügt Weidmüller heute über eine zentrale Plattform für zukünftige Integrations- und Automatisierungsszenarien. Die vorher verteilte Kommunikationslandschaft wurde konsolidiert, bestehende Kommunikationsstrukturen wurden abgelöst und die Maschinenanbindung in den Werken Detmold und Thüringen auf eine einheitliche Grundlage gestellt.

Die Lösung schafft eine klarere Trennung zwischen IT und OT, reduziert die Komplexität der Kommunikationsarchitektur und verbessert die langfristige Skalierbarkeit. Durch die rund 330 abgebildeten Szenarien über Maschinen und Messgeräte hinweg ist Orchestra bereits breit in der Produktionskommunikation verankert.

Auch wenn im aktuellen Projektstand noch keine umfassenden Vorher-Nachher-KPIs ausgewiesen wurden, zeigt insbesondere der schnelle Rollout im Werk Thüringen den operativen Mehrwert der neuen Architektur: Rund 120 Maschinen waren innerhalb von drei Tagen angeschlossen und im System verbunden. Darüber hinaus ist die strategische Basis geschaffen, um bestehende Integrationen stabil zu betreiben, weitere Werke anzubinden und neue Automatisierungsfunktionen schrittweise auszubauen. Erste Piloten für automatisierte Maschinenrückmeldungen zeigen bereits, wie Orchestra künftig zur weiteren Optimierung der Produktion beitragen kann.

Die wichtigsten Vorteile auf einen Blick: 

Ablösung und Konsolidierung bestehender Kommunikationskomponenten

Einheitliche Integrationsbasis für die Maschinenanbindung

Klarere Trennung von IT und OT

Anbindung von Systemen rund 15 verschiedener Hersteller sowie Eigenbaumaschinen

Rund 330 abgebildete Orchestra-Szenarien für Maschinen und Messgeräte

Rund 120 Maschinen im Werk Thüringen innerhalb von drei Tagen angeschlossen und im System verbunden

Plattform für künftige Automatisierungs- und Integrationsszenarien

Mit Orchestra haben wir eine gewachsene Kommunikationslandschaft erfolgreich konsolidiert und eine einheitliche Plattform für unsere Maschinenintegration geschaffen. Besonders sichtbar wurde der Mehrwert beim Rollout in Thüringen: Rund 120 Maschinen konnten innerhalb von drei Tagen angeschlossen und im System verbunden werden – eine stabile Basis, auf der wir weitere Werke anbinden und zukünftige Automatisierungsszenarien schrittweise ausbauen können.

Weidmüller Interface GmbH

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